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Lernen & Arbeit

Fotos digitalisieren: selbst scannen oder machen lassen

1.000 Papierfotos digitalisieren zu lassen kostet etwa 250 bis 300 Euro, in hoher Auflösung bis rund 400 Euro, Stand September 2026. Selbst geht es mit einem Flachbettscanner oder mit dem Handy und einer Scan-App. Für einen Abzug in derselben Größe reichen 300 ppi, Archive scannen kleine Fotos doppelt so fein.

Von Sven Schultz Zuletzt geprüft am Grundlage: Preislisten zweier großer Drogeriemärkte, eines Fotodienstes und eines Digitalisierungsdienstes, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Richtlinie der US-Bundesbehörden zum Digitalisieren, Schweizer Fachstelle für audiovisuelles Kulturgut, US-Archivbehörde, kanadisches Institut für Konservierung, Konferenz für Erhaltung des schriftlichen Kulturguts, Stiftung Warentest, Kunsturhebergesetz

Auf einen Blick

Stimmt

  • Farbfotos verblassen auch im geschlossenen Album
  • Drogeriemärkte scannen Papierbilder für etwa 25 Cent pro Stück
  • Manche Dienste scannen die Rückseite mit den Notizen gegen Aufpreis mit

Stimmt nicht

  • Im Schrank bleiben die Farben, wie sie sind
  • Jeder Dienst scannt gleich fein
  • Fotos im Klebealbum sind gut aufgehoben
100 Fotos beim Dienst
etwa 27 bis 55 Euro
1.000 Fotos
etwa 250 bis 300 Euro, in hoher Auflösung bis rund 400 Euro (Stand September 2026)
300 ppi
reichen für einen Abzug in gleicher Größe
Archive
scannen kleine Abzüge mit 600 ppi, bei 10 × 15 rund 8 Megapixel
günstigstes Angebot mit Pixelangabe
etwa 2 Megapixel

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Zähl grob, wie viele Fotos es sind. Du siehst, was fünf Angebote verlangen und wie fein sie scannen.

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Wofür brauchst du die Bilder?
Preise Stand September 2026, beim Anbieter prüfen. Gerechnet mit den Preislisten zweier Drogeriemärkte, eines Fotodienstes und eines Digitalisierungsdienstes, Stand September 2026, für lose Fotos bis 10 × 15. Andere Anbieter rechnen anders. Hinweis: Die Angaben dienen nur der allgemeinen Information. Sie ersetzen kein Angebot des Anbieters.

Was kostet es, 1.000 Fotos digitalisieren zu lassen?

Der Schuhkarton wandert in die Fototasche im Drogeriemarkt oder im Paket zu einem Fotodienst. Wir haben die Preislisten von zwei großen Drogeriemärkten, einem großen Fotodienst und einem Digitalisierungsdienst gelesen, Stand September 2026. Für 1.000 lose Fotos bis 10 × 15 liegen sie zwischen rund 250 und rund 300 Euro. In hoher Auflösung kostet es bis rund 400 Euro.

Fünf Angebote für 1.000 lose Fotos, Stand September 2026
AngebotPreis pro Foto1.000 FotosAuflösung
Drogeriemarkt mit Grundgebühr je Auftrag25 Cent, dazu 1,95 Euro je Auftrag mit höchstens 100 Fotosrund 270 Euronicht angegeben
Drogeriemarkt mit CD25 Cent, dazu einmal 3,95 Eurorund 254 Euro1.808 × 1.205 Pixel, etwa 2 Megapixel
Fotodienst, einfache Qualität29 Cent ab 1.000 Stück, dazu 9,99 Euro Versandrund 300 Euro600 ppi
Fotodienst, hohe Qualität39 Cent ab 1.000 Stück, dazu 9,99 Euro Versandrund 400 Euro1.200 ppi
Digitalisierungsdienst25 Cent ab 501 Stück, dazu Download und Versand, zusammen rund 26 Eurorund 276 Euro600 dpi

Beim Fotodienst gilt der Staffelpreis ab dem ersten Scan. Unter 100 Stück sind es 49 oder 59 Cent pro Foto. Die Rückseite kostet dort extra, bei 1.000 Fotos in einfacher Qualität rund 380 statt 300 Euro. Der eine Drogeriemarkt liefert die Bilder als Download, sechs Wochen lang abrufbar, der andere auf CD. Die Angaben zur Auflösung stammen von den Anbietern.

Welche Auflösung brauchen Fotos?

Ein Abzug in Postkartengröße ist viel größer als ein Dia. Deshalb reicht beim Scannen weniger Feinheit. Gemessen wird sie in ppi, also Bildpunkten pro Zoll.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft nennt in ihren Regeln zum Digitalisieren 300 ppi als Untergrenze für Fotos. Damit lässt sich ein Abzug in derselben Größe wieder drucken, ohne dass Details fehlen. Eine Schweizer Fachstelle für Fotoarchive sagt dasselbe. Für kleine Abzüge gehen Archive auf 600 ppi, so steht es auch in einer Richtlinie der US-Bundesbehörden.

Bei einem Foto im Format 10 × 15 sind das rund 2 Megapixel mit 300 ppi und rund 8 Megapixel mit 600 ppi. Die günstigsten Angebote liegen bei etwa 2 Megapixeln. Das reicht für den Abzug in gleicher Größe und für den Fernseher. Für größere Abzüge wird es knapp.

Scanner, Fotoscanner oder Handy-App: Was geht zu Hause?

Der Flachbettscanner ist der einfachste Weg. Foto auflegen, Deckel zu, scannen. Auch Archive nutzen Flachbettscanner und Kameras für Fotos, das steht in der Richtlinie der US-Behörden. Den letzten Vergleich hat die Stiftung Warentest 2010 gemacht. Damals lieferten zwei Flachbettscanner die besten Scans, auch bei vergilbten und farbstichigen Bildern. Die Geräte von damals gibt es längst nicht mehr.

Fotoscanner mit Einzug ziehen einen Stapel Fotos durch wie ein Faxgerät. Das geht schnell. Für gewellte, eingerissene oder wertvolle Bilder raten Archive davon ab, weil sie hängen bleiben und reißen können.

Mit dem Handy geht es ohne Gerät. Es gibt kostenlose Scan-Apps. Eine davon nimmt jedes Foto mehrmals auf und setzt die Bilder so zusammen, dass Spiegelungen verschwinden. Einen Test, wie gut solche Apps im Vergleich zum Scanner sind, gibt es nicht.

So klappt es mit dem Handy:

  1. Bei Tageslicht an einen Tisch am Fenster setzen, ohne direkte Sonne
  2. Das Foto flach auf eine dunkle, ruhige Unterlage legen
  3. Das Handy genau parallel darüber halten, damit nichts schief wird
  4. Blitz aus, sonst glänzt das Bild
  5. Die Rückseite gleich mitfotografieren, wenn dort etwas steht

Was mache ich mit Fotoalben?

Viele Dienste wollen die Fotos lose. Der Fotodienst aus unserem Vergleich scannt keine Fotos in Einstecktaschen, die muss man vorher herausnehmen. Der Digitalisierungsdienst scannt gegen Aufpreis im Album, ganze Seiten kosten dort rund 89 Cent.

Bei Alben mit Klebeseiten und Folie ist Vorsicht gut. Die US-Archivbehörde rät ausdrücklich von solchen Alben ab, auch deutsche und Schweizer Fachstellen warnen vor Klebstoffen am Foto. Sitzt ein Bild fest, lässt es sich oft auch im Album scannen oder abfotografieren, statt es mit Gewalt zu lösen. Für neue Alben gibt es säurefreie Seiten, Fotoecken und Hüllen aus Polypropylen.

Warum verblassen alte Fotos, und wo liegen sie gut?

Die Farbstoffe in Farbfotos zerfallen langsam, auch im Dunkeln. Das schreiben Fachstellen in Kanada, der Schweiz und Deutschland. Weil die Farben verschieden schnell verblassen, bekommen alte Bilder oft einen Stich ins Rote, Gelbe oder Blaue. Das betrifft vor allem Farbabzüge aus der Zeit vor den 1990ern.

Wärme beschleunigt das. Nach Angaben der Schweizer Fachstelle halten Farbfotos bei 12 Grad etwa fünfmal so lange wie bei 24 Grad. Die US-Archivbehörde schreibt, dass Farbabzüge bei Zimmertemperatur innerhalb von Jahrzehnten verblassen können. Eine feste Zahl in Jahren nennt keine der Stellen.

Gut liegen Fotos kühl, dunkel und trocken, im Schrank eines Zimmers, das nicht geheizt wird. Dachboden und Keller sind die falschen Orte. Klebefilm gehört nicht auf Fotos, auch nicht, um einen Riss zu flicken.

Darf ich die Fotos teilen?

Fotos in der eigenen Sammlung darf man scannen und behalten. Wer Bilder mit erkennbaren Personen öffentlich ins Netz stellt, braucht deren Einverständnis. So steht es im Kunsturhebergesetz. Das Hochzeitsbild der Eltern im offenen Profil gehört dazu.

Und die Originale? Die bleiben am besten im Schrank. Die US-Archivbehörde rät, sie nach dem Scannen zu behalten, weil auch Dateien verloren gehen. Die Dateien selbst sind auf zwei verschiedenen Datenträgern gut aufgehoben, eine Kopie davon außer Haus.

Häufige Fragen

Kann ich Fotos bei dm digitalisieren lassen?

Ja. Drogeriemärkte scannen Papierbilder für etwa 25 Cent pro Stück, Stand September 2026. Der eine nimmt 1,95 Euro je Auftrag mit höchstens 100 Fotos und nennt keine Auflösung. Der andere nimmt einmal 3,95 Euro, brennt die Bilder auf CD und liefert etwa 2 Megapixel.

Kann ich Fotos kostenlos digitalisieren?

Mit dem Handy und einer kostenlosen Scan-App kostet es nur Zeit. Auch mit einem vorhandenen Flachbettscanner fallen keine Kosten an.

Wie lange dauert es beim Dienst?

Die Anbieter aus unserem Vergleich nennen sechs bis zehn Arbeitstage. Dazu kommt beim Versand die Zeit für den Weg hin und zurück.

Welche Auflösung soll ich beim Scannen einstellen?

300 ppi reichen, um ein Foto in derselben Größe wieder zu drucken. Archive nehmen für kleine Abzüge 600 ppi. Das gibt Spielraum für größere Abzüge.

Wie lange halten Papierfotos?

Eine feste Zahl nennen die Fachstellen nicht. Farbfotos verblassen auch im Dunkeln, Wärme beschleunigt das. Kühl, dunkel und trocken halten sie am längsten.

Zuletzt geprüft am 30.09.2026

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Sven Schultz, Gründer von gen50

Gründer von gen50

Sven Schultz

Hi, ich bin Sven. Ich mache gen50 von der schönen Spree aus. Ich bin mittlerweile selbst auf dem Weg zur 50. Ich schreibe über alles, was mich interessiert: Reisen, guter Wein, Finanzen, mein Garten, KI und gesund bleiben. Viel Spaß beim Lesen. Wenn was ist, schreib mir.

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