Zum Inhalt springen

Genuss · Magazin

Jetzt im Oktober: Äpfel, Quitten und Federweißer

Im Oktober haben Äpfel, Birnen und Quitten aus Deutschland Saison, eine gute Zeit zum Einkochen. Die Weinlese war 2026 ungewöhnlich früh und ist vielerorts schon vorbei. Federweißer ist Most, der noch gärt, und schmeckt bei etwa fünf Prozent Alkohol am besten.

Von Sven Schultz Veröffentlicht am

Einkochen im Oktober · Zeichnung: gen50

Auf dem Markt stehen Kisten mit Äpfeln, die gestern noch am Baum hingen. Daneben liegen die ersten Quitten, hart wie Stein und mit diesem Duft, der die ganze Küche füllt. Wer jetzt einkocht, hat im Februar noch etwas davon.

Welches Obst hat im Oktober Saison?

Äpfel und Birnen aus deutschem Anbau gibt es im Oktober frisch vom Baum. Quitten haben im Oktober und November ihre Zeit. Die Hauptzeit der Zwetschgen endet dagegen im September, so zeigen es die Saisonkalender der Verbraucherzentrale und des Bundeszentrums für Ernährung.

Wie koche ich Äpfel und Quitten ein?

Apfelmus und Birnenstücke lassen sich gut im Backofen einkochen. Obst kommt bei 150 bis 160 Grad Umluft in den Ofen, bis es in den Gläsern gleichmäßig perlt. Dann schaltest du den Ofen aus und lässt die Gläser noch etwa eine halbe Stunde darin. Alle Zeiten und die Frage, wann der Topf besser ist, stehen auf der Seite Einkochen im Backofen.

Quitten sind roh kaum zu essen. Sie werden erst gekocht, meist zu Gelee oder Mus. Vorher reibst du den Flaum von der Schale, dann schmeckt nichts pelzig.

Was ist Federweißer eigentlich?

Federweißer ist Traubenmost, der gerade gärt. Rechtlich ist er teilweise gegorener Traubenmost mit mehr als einem Prozent Alkohol. Der Name ist geschützt: Er gilt nur für Most aus Trauben mit geschützter Herkunftsangabe, der zum baldigen Trinken bestimmt ist. Aus roten Trauben heißt er Roter Federweißer oder Federroter. Das Deutsche Weininstitut nennt etwa fünf Prozent Alkohol als gute Trinkzeit.

Weil er weitergärt, bleibt die Flasche beim Transport aufrecht und wird nie fest verschlossen. Dazu passt der Zwiebelkuchen, der in vielen Weingegenden zur Lesezeit auf den Tisch kommt.

Wie früh war die Weinlese 2026?

Sehr früh. Die Trauben für Federweißen wurden schon in der zweiten Augustwoche gelesen, rund eine Woche früher als im Schnitt der letzten fünf Jahre. Die Hauptlese begann in großem Stil in der ersten Septemberwoche. Das Deutsche Weininstitut rechnete mit einer zügigen Lese, weil fast alle Sorten gleichzeitig reif wurden. In üblichen Jahren beginnt die Hauptlese dagegen Mitte bis Ende September und zieht sich bis in den November.

Wer den neuen Jahrgang später probieren will: Wie ein Riesling auf dem Etikett beschrieben wird und wie ein Wochenende im Weingut abläuft, steht in den Genuss-Seiten.

Mehr zum Thema steht im Bereich Genuss. Alle Beiträge findest du im Magazin.

Veröffentlicht am 29.09.2026

Kennst du jemanden, den das betrifft? Schick den Artikel weiter.

Sven Schultz, Gründer von gen50

Gründer von gen50

Sven Schultz

Hi, ich bin Sven. Ich mache gen50 von der schönen Spree aus. Ich bin mittlerweile selbst auf dem Weg zur 50. Ich schreibe über alles, was mich interessiert: Reisen, guter Wein, Finanzen, mein Garten, KI und gesund bleiben. Viel Spaß beim Lesen. Wenn was ist, schreib mir.

Schreib mir

Mehr zum Thema