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Zuhause · Magazin

Heizkosten im Winter 2026/27: Was feststeht und was nicht

Eine verlässliche Prognose für den Winter 2026/27 gibt es nicht. Fest steht: Heizöl kostet in diesem Jahr deutlich mehr als 2025, Gas etwas weniger. Die Gasspeicher sind so leer wie lange nicht, die Bundesnetzagentur hält die Versorgung trotzdem für sicher.

Von Sven Schultz Veröffentlicht am

Winterabend am Heizkörper · Zeichnung: gen50

Der Tank im Keller ist halb leer, und der Händler nennt am Telefon einen Preis, der deutlich über dem vom letzten Jahr liegt. Bei Gas sieht die Rechnung dagegen eher ruhiger aus. Was davon für die kommenden Monate gilt, lässt sich nur zum Teil sagen.

Was kostet Heizen gerade?

Heizöl kostete im Juli 2026 rund 141 Euro je 100 Liter, im Schnitt des Jahres 2025 waren es rund 94 Euro. Im August lag der Preis fast um die Hälfte über dem Vorjahr, so das Statistische Bundesamt. Erdgas war im August für Haushalte dagegen 2,9 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Dazu kommt: Die Gasspeicherumlage ist seit Januar 2026 abgeschafft. Bei 20.000 Kilowattstunden im Jahr spart das knapp 58 Euro.

Der Heizspiegel 2026 rechnet für ein Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern mit diesen Kosten für das ganze Jahr 2026: rund 1.930 Euro mit Gas, 2.745 Euro mit Heizöl und 1.300 Euro mit Wärmepumpe. Das ist eine Prognose der Beratungsgesellschaft co2online für das Kalenderjahr, nicht für den kommenden Winter.

Wie voll sind die Gasspeicher?

Am 29. September 2026 waren die Gasspeicher in Deutschland zu 57,6 Prozent gefüllt. Das ist deutlich weniger als in früheren Jahren. Die Verordnung sieht für den 1. November einen Füllstand von 80 Prozent vor. Die Bundesnetzagentur schreibt, die Gasversorgung sei stabil und die Versorgungssicherheit gewährleistet. Sie hält aber einen niedrigen Füllstand am Ende des Winters für wahrscheinlich und rät wegen der weiter erhöhten Preise zu einem sparsamen Umgang mit Gas.

Ob die leeren Speicher die Preise für Haushalte im Winter nach oben treiben, sagt keine der Stellen. Das bleibt offen.

Was macht der CO2-Preis?

Auf Heizöl und Gas liegt ein CO2-Preis. 2026 liegt er zwischen 55 und 65 Euro je Tonne. Das macht Heizöl um bis zu 3,2 Cent je Liter teurer als 2025 und Gas um bis zu 0,22 Cent je Kilowattstunde, so die Deutsche Emissionshandelsstelle. Insgesamt steckt im Liter Heizöl rund 17 bis 18 Cent CO2-Preis. Für eine Gasheizung mit 20.000 Kilowattstunden nennt die Verbraucherzentrale 260 bis 310 Euro im Jahr 2026.

Für 2027 soll der Preis im selben Rahmen bleiben, weil der europäische Emissionshandel für Gebäude auf 2028 verschoben ist. Beschlossen ist das noch nicht. Der Bundestag hat den Entwurf im September in erster Lesung beraten.

Was lässt sich jetzt schon tun?

  • Die letzte Abrechnung ansehen: Der Heizkosten-Rechner zeigt, wo dein Haus pro Quadratmeter liegt.
  • Den Abschlag prüfen: Die Gasspeicherumlage ist seit Januar weg. Ob der Versorger das weitergegeben hat, zeigt die nächste Abrechnung.
  • Beim Heizöl vergleichen: Der Preis schwankt von Woche zu Woche. Mehrere Angebote nebeneinander zeigen den Unterschied.
  • Weiter denken: Wer über eine neue Heizung nachdenkt, findet bei der Heizungsförderung und den Kosten einer Wärmepumpe die Zahlen dazu.

Mehr zum Thema steht im Bereich Zuhause. Alle Beiträge findest du im Magazin.

Veröffentlicht am 29.09.2026

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Sven Schultz, Gründer von gen50

Gründer von gen50

Sven Schultz

Hi, ich bin Sven. Ich mache gen50 von der schönen Spree aus. Ich bin mittlerweile selbst auf dem Weg zur 50. Ich schreibe über alles, was mich interessiert: Reisen, guter Wein, Finanzen, mein Garten, KI und gesund bleiben. Viel Spaß beim Lesen. Wenn was ist, schreib mir.

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